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Eine sehr viel pregnantere Beschreibung der Borderline-Störung findet sich im "Diagnostischen und statistischen Manual psychischer Störungen" der American Psychiatric Association (APA) kurz im "DSM" oder nach der aktuellen vierten Auflage im "DSM-IV". Dieses DSM-IV ist die überarbeitete Fassung des so genannten DSM-III von 1975, in dem Gundersons Beschreibung des Borderline-Syndroms erstmals Eingang gefunden hatte.
In mehreren Überarbeitungen wurden die anfänglich fünf "Merkmale", die von Gunderson damals als typisch für die Borderline-Störung aufgelistet worden waren, auf neun erweitert. Besonders wichtig waren zum Beispiel die Aufnahme des von Kernberg vorgeschlagenen Kriteriums der instabilen Identität und als vorläufig letzte Erweiterung das neunte Kriterium eines stressabhängigen Realitätsverlusts, das in den vielen früheren psychiatrischen Beschreibungen so im Vordergrund stand und dazu führte, die Borderline-Störung in der Nähe der Schizophrenie anzusiedeln.
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